Vegane Pizza mit Gemuese

Selbst gemachter Pizzateig, ofengegartes Gemüse und mediterrane Kräuter – diese vegane Pizza ist echt ein Versuch wert und überzeugt auch Nicht-Veganer :).


Wie heisst du? Woher kommst du? Was ist dein Lieblingsgericht? So ungefähr klingt das, wenn ich jemand Neues kennenlerne. 😄 Denn die Frage nach der Leibspeise interessiert mich als Foodie natürlich sehr. Egal ob Vorschulkind oder Arbeitskollegin, die Antwort lautet fast immer: „Pizza!“ (Andere Foodies setzen meist noch ein „Also wenn ich ehrlich bin…“ davor 😁)

Pizza ist definitiv auch meine Lieblingsspeise. Die Sache hat jedoch einen Hacken: ich mag keinen geschmolzenen Käse. Bei Mozzarella geht es inzwischen,

aber mit Fondue und Raclette kann man mich immer noch jagen 😅. Zum Glück gibt es ja die Pizza Marinara ohne Käse. Aber leider ist da nicht viel mehr drauf als Sauce, Oregano und vllt. noch ein paar Knoblauchzehen. Das ist zwar lecker, auf die Dauer aber etwas eintönig.

Ausserdem packe ich mein Essen gerne voll mit Gemüse, weswegen ich über die Jahre meine eigene Gemüsepizza ohne Käse gebastelt habe. 🍕 Da kein Käse auf die Pizza kommt und auch im Teig keine tierischen Zutaten sind, ist diese Pizza sogar vegan.


Zutaten für 2 grosse Pizzen

Belag

  • Ca. 200 g Tomatensauce
  • 2 Karotten
  • 1 rote Peperoni/Paprika
  • 1 Zucchini
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein paar Cherrytomaten
  • 1 Peperoncini
  • 4 – 5 EL Olivenöl
  • Knoblauchpulver
  • Oregano, getrocknet
  • Basilikum, getrocknet
  • Majoran, getrocknet
  • Pfeffer

Teig

  • 200 ml Wasser, lauwarm
  • 21 g frische Hefe oder 1 Pack Trockenhefe
  • 1/2 TL Zucker
  • 200 g helles Dinkelmehl
  • 200 g Vollkornmehl
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl


Zubereitung (Gesamtdauer ca. 3h 30min inkl. Gehen lassen)

  1. Hefe ins lauwarme Wasser bröckeln, Zucker zugeben, verrühren und mind. 10 Minuten stehen lassen.
  2. Mehl und Salz untereinander mischen. Olivenöl und Hefemischung beigeben.
  3. Den Teig von Hand oder mit der Knetmaschine mind. 10 Minuten kneten, bis er schön geschmeidig ist.
  4. Den Teig zurück in die Schüssel geben und zugedeckt an einem warmen Ort und vor Zugluft geschützt mind. 1 Stunde aufs Doppelte aufgehen lassen (noch besser: über Nacht im Kühlschrank).
  5. Die Zwiebeln in Schnitze schneiden (achteln), die Peperoni in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zucchini und Kartotten der Länge nach halbieren und in Scheiben/Halbmonde schneiden. Die Cherrytomaten halbieren.
  6. Den Knoblauch und die Peperoncini fein hacken und dann mit dem Gemüse von oben in eine Schüssel geben und mit ordentlich Olivenöl mischen. Nicht mit Olivenöl geizen, sonst brennt das Gemüse später leicht an.
  7. Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  8. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Gemüse darauf verteilen.
  9. Wenn der Ofen aufgeheizt ist, das Gemüse ca. 10 Minuten im Ofen vorgaren.
  10. In der Zwischenzeit den Pizzateig nochmals kurz durchkneten, in zwei Stücke teilen und diese flach auswallen. Nach Belieben einen kleinen Rand formen.
  11. Teig auf je ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Tomatensauce mit einem Löffel auf dem Pizzaboden verteilen.
  12. Die Gemüsemischung aus dem Ofen nehmen, über den beiden Pizzen verteilen und würzen.
  13. Die vegane Pizza bei 200 Grad ca. 20 bis 25 Minuten backen.

Foodwaste-Tipp

Die Hefereste kann man einfrieren und später wieder auftauen. Dazu die Hefe in ein Gefäss geben, da sie beim Auftauen flüssig wird.

Wissenswertes

Pizza ist ein Arme-Leute-Essen und wurde ursprünglich nur mit Olivenöl und Kräutern gegessen. Als die Tomate Mitte des 18. Jahrhunderts in Süditalien populär wurde, landete das rote Fruchtgemüse ebenfalls auf dem Hefe-Fladenbrot. 1830 eröffnete in Neapel dann die erste Pizzeria der Welt. Die häufigst bestellte Pizza in Deutschland im Jahr 2018 war die Pizza Salami, dicht gefolgt von der Schinkenpizza. Die vegetarische Pizza Margherita folgt auf Platz 3. Dass Pizza aber nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan lecker schmecken kann, zeigt hoffentlich das heutige Rezept :).

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